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Premier League 16.01.2010 : Chelsea FC - Sunderland
AFC 7: 2
Bereits im Dezember des letzten Jahres wurde einfach mal
ins Blaue hinein ein Flugticket gen London erstanden.
Die 10 Euro zu investieren war ein leichtes, auch wenn damals noch kein
Spiel feststand welches man besuchen wollte.
Kommt Zeit kommt Rat
Zufälligerweise entdeckte man eine Woche vor Abflug, dass bei Chelsea
im general sale Tickets fürs Heimspiel gegen
Sunderland zu vergeben waren. Dazu noch um die Hälfte reduziert,
allerdings mit eingeschränkter Sicht. Sei's drum. 3 Klicks später
hatte man die Bestätigung im Mail Eingang und 3 Tage später
auch das Papierticket in den Händen.
Da sich auch das Wetter ein wenig beruhigt hatte und eine kurzfristige
Absage unwahrscheinlich war, ging es am frühen
Samstagmorgen per PKW gen Berlin und von dort mit dem Flieger nach London.
Diesmal Landung in Luton, rein in den zuvor gebuchten Bus
(auch hier wieder preislich nen echten Schnapper abgepasst) und an der
Victoria Station in den strömenden Regen entlassen.
Nun galt es noch fix die Oyster Card aufzuladen, um die Tube auch nutzen
zu können. Vom letzten Ausflug in Nordirland waren noch 2 Scheine
übrig. Der Automat stellte sich jedoch stur und weigerte sich das
Geld zu nehmen.
Also wieder rein in den Bahnhof und bei Mc Donalds das ganze in Münzen
getauscht.
Das ganze geschah beim Geschäftsführer. Die Dame an der Kasse
verdächtigte mich wohl des Handels mit Falschgeld,
wusste sie doch mit den von der Ulster Bank gedruckten Scheinen nichts
anzufangen. Ein mürrischer Blick des Schlipsträger und eine
Handbewegung später wurde mein Wunsch erfüllt. Die Dame entschuldigte
sich dann noch, dass sie noch nie zuvor solche Scheine gesehen hätte
Hallo??? Komisches Volk diese Insulaner
.
Per tube nun also nach Fulham (ja, das Stadion von Chelsea befindet sich
eben nicht im Stadtteil Chelsea, sondern in Fulham
.)
zur Stamford Bridge. Vor Betreten
des Geländes musste man den Rucksack einem Ordner überlassen,
der wiederum seinen Spürhund zu Hilfe nahm. Dieser schnupperte aufgeregt
an dem durchnässten Beutel,
gab aber kein Signal zur kontrollierten Sprengung.
Relativ zeitig ging es dann rein ins 43.000 Zuschauer fassende Stadion.
Drinnen wie üblich auf der Insel noch rein gar nix los.
Also paar Leer-Fotos geschossen und wieder unter die Tribüne zu den
anderen gesellt. Auf unzähligen Monitoren lief das Spiel Stoke gegen
Liverpool.
Bekanntlich sind sich Chelsea und Liverpool nicht sonderlich grün.
Dementsprechend lautstark war der Jubel über den
Ausgleich durch Huth kurz vor Schluss für die Mannen aus Stoke on
Trent.
Einen weitern Deutschen gab es dann kurz darauf zu sehen. Diesmal leibhaftig
auf dem Feld. Unser aller Capitano Michael Ballack.
Er machte, genau wie der Rest seiner Kollegen, ein klasse Spiel. Sunderland
wurde aufs übelste auseinander genommen und
bekam am Ende eine 2:7 Klatsche. Die Spiele an sich interessieren mich
ja nur höchst selten, aber hier muss man schon sagen, dass die Blues
wirklich in einer anderen Liga gespielt haben.
Nach Beendigung dieser torreichen Partie zog es mich gen Chinatown.
Zuvor wurde noch mal kurz der Versuch des shoppens unternommen, was aber
alsbald abgebrochen wurde.
Die Menschenmassen waren einfach unerträglich.
In Chinatown dann sehr nett gegessen (ein Buffet is schon ne feine Sache,
vor allem wenn man soviel Zeit hat : )
Der Verdauungsspaziergang wurde dann in Soho unternommen. Wieder einmal
sehr viele Feierwütige unterwegs.
Da sie entsprechend getankt hatten, gab's an jeder Ecke was zu lachen
.
Irgendwann war's dann auch gut mit dem ganzen Rummel. Also noch fix 2
Bier im Rucksack verstaut und Richtung Big Ben gefahren.
Hier war's dann sehr angenehm ruhig, und so genoss man die Hopfenkaltschalen
am Ufer der Themse und hing seinen Gedanken nach.
Gegen Mitternacht machte ich mich dann auf zur Victoria Station wo zufälligerweise
auch ein Bus gen Stansted Airport bereit stand.
Die letzte Reihe war die meinige. Augen zu und ab dafür.
Am Flughafen konnte man trotz der späten Stunde einen sehr geilen
Schlafplatz ergattern.
Hinter einem Serviceschalter auf einer Heizung liegend schlummerte man
bis in die frühen Morgenstunden, ehe es in den Flieger ging.
Dieser war nur zu ¼ gefüllt, sodass auch hier eine ganze Sitzreihe
zur Verfügung stand. Wunderbar.
In Berlin hatte einen der Winter wieder und so gab's auf dem kurzen Fußweg
zum Auto noch mal Frostbeulen. Aber lieber 10 min gelaufen, als diesen
Halsabschneidern 25 Euro für 2 Tage Parkplatzgebühren in den
Rachen zu werfen.
- Bulettenwolf Robbe -
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